OwnCloud Erfahrungen: Lieber noch warten

Vor zwei Tagen habe ich ownCloud installiert. Unter anderem um jederzeit Zugriff auf meine Fotosammlung zu haben. Testweise habe ich die jetzt mal komplett mit dem Server synchronisiert. Hier meine Erfahrungen:

  1. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist, freundlich ausgedrückt, gemütlich. Man könnte auch sagen extrem langsam. Für 60GB habe ich sage und schreibe 48h benötigt. Dafür, dass ich per GBit mit dem Server verbunden war ein Armutszeugnis. 
  2. Im Client kann man nur ablesen, dass eine Synchronisation läuft. Wie viele Dateien noch fehlen, wie schnell der Datentransfer stattfindet oder wie lange es noch dauert kann man nicht ablesen. Die einzige Möglichkeit den Status abzuschätzen ist im Webinterface die Größe des Ordners abzulesen und mit der Größe des lokalen Ordners zu vergleichen. 
  3. Die Erkennung von Konflikten ist extrem schlecht. Nachdem ich heute festgestellt habe, dass mein Fotoordner über Nacht auf 100GB angewachsen ist, musste ich mit erschrecken feststellen, dass beinahe jede doppelt im System ist. Das folgende Bild zeigt das ganze Desaster:

Ergebnis der fehlerhaften Konflikterkennung von ownCloud

Während ich die ersten beiden Punkte noch unter fehlendem Komfort verbuche und mich damit arrangieren könnte, ist der dritte Punkt ein absolutes K.O.-Kriterium. Wie ein Blick in das ownCloud-Forum zeigt, ist das Problem auch kein Einzelfall. Die vorgeschlagene Lösung jede Nacht automatisiert alle Dateien mit “conflict” im Namen zu löschen kommt für mich auch nicht in Frage. Sollte doch mal ein echter Konflikt auftreten, dann würde ich ungerne meine Daten durch den Workaround verlieren.

Im Endeffekt ist es schade, dass ownCloud auf dem elementaren Feld der Synchronisierung dermaßen patzt. Ich werde es aber weiter beobachten und neue Versionen testen. Jetzt muss ich aber erstmal alle Konflikte aus meinem lokalen Ordner löschen.

OwnCloud – Die Cloud für zuhause

Ich benutze ja recht gerne Dropbox um meine wichtigen Daten (beispielsweise meine Masterarbeit) jederzeit griffbereit zu haben. Zudem ist es als zusätzliches Backup auch nicht schlecht, falls mal das Haus abbrennt oder alle eigenen Festplatten zeitgleich den Geist aufgeben. Viele haben jedoch Bedenken ihre Daten auf den Servern eines fremden Unternehmens zu speichern. Insbesondere, da die Server nicht in der EU, sondern in Amerika stehen. Ich umgehe diese Bedenken indem ich meine wirklich wichtigen Daten in einem TrueCrypt-Container speichere und diesen in der Box ablege. Allerdings ist dies nicht die komfortabelste Lösung. Eine weitere Schwäche ist, dass nur begrenzter Speicherplatz zur Verfügung steht und die Erweiterung doch relativ teuer ist. Zum Vergleich: Ich würde gerne alle meine Bilder (inkl. RAW-Dateien) irgendwo zentral speichern.

Vor einiger Zeit bin ich auf Owncloud gestoßen. Die Features klingen schon einmal sehr vielversprechend. Die für mich wichtigsten sind:

  • Server kann auf eigenem Server installiert werden (Windows und diverse Unix-Derivate. Unter anderem auch FreeBSD)
  • Zugriff über Webinterface
  • Clients für Windows, Linux, Mac OS, iOS und Android
  • SSL verschlüsselte Übertragung möglich
  • Synchronisation von Daten, Kontakten und Kalendern 
  • Nice to have ist auch, dass man eigene Dropbox und GDrive Accounts einbinden und über die Owncloud-Oberfläche darauf zugreifen kann.

Die Welt mit LEGO (be-)bauen

Schneller Versuch eines Hauses mit Garten und Garage.

Eigentlich wollte ich heute ja weiter an meiner Masterarbeit schreiben. Leider bin ich dann auf diesen Blogeintrag gestoßen. Wer eine aktuelle Version von Chrome sein eigen nennt, kann sich einen Platz in Australien aussuchen und diesem mit LEGO-Steinen bebauen. Leider ist die Auswahl der Teile noch nicht sonderlich groß. Für das Dach bei meinem Häuschen musste ich deshalb auch sehr, sehr, sehr viele Einzelteile platzieren. In Kombination mit der etwas hakeligen Steuerung ein echtes Geduldsspiel. Spaß hat das ganze trotzdem gemacht und ich hätte echt Lust meine eigenen Steine wieder auszupacken.

Update: Es gibt direkt von LEGO auch eine Software mit deutlich größerem Funktionsumfang. Der Digital Designer kann auf der amerikanischen Webseite von LEGO heruntergeladen werden. Auf der deutschen Seite habe ich ihn noch nicht gefunden. Bislang habe ich leider auch noch nicht die Zeit gefunden ihn auszuprobieren. Wenn es nach den Modellen geht, die einige Nutzer konstruiert haben, dann ist der Funktions- und Teileumfang auf alle Fälle um einiges größer als bei der Google-Variante. Für einen kurzen Eindruck könnt ihr euch ja mal die Modell in der Online-Galerie ansehen.

Babyfanten im Retrolook

Zwei der fünf 2010 geborenen Elefanten im Zoo Hannover.

Bei dem Hype um Instagram und da eh alles irgendwie retro aussehen muss, habe ich mal probiert wie groß der Aufwand ist mit Lightroom den gleiche Effekt hinzukriegen. Ein bisschen am Kontrast drehen, mit der Sättigung rumspielen, einen Rahmen einfügen und fertig ist ein tolles Ich-bin-so-cool-ich-lasse-meine-Bilder-alt-aussehen-Foto ;-)

Citavi in der Dropbox nutzen dank TrueCrypt

Ich schreibe derzeit meine Masterarbeit und verwende zur Verwaltung meiner Quellen Citavi. Zum einen weil ich damit sehr gut zurecht komme und zum anderen, weil ich von der Hochschule zwei Lizenzen kostenlos zur Verfügung gestellt bekomme. Somit kann ich es zuhause auf meinem Desktop, als auch unterwegs auf meinem Laptop nutzen. Zur Synchronisierung zwischen den Rechnern benutze ich Dropbox (Wenn ihr euch über diesen Link anmeldet bekommen beide 500MB zusätzlichen Speicherplatz). Allerdings kommt es wohl vereinzelt zu Problemen mit Datenverlust zwischen Dropbox und Citavi. Da ich auf einen Datenverlust bei meiner Masterarbeit gut und gerne verzichten kann, habe ich mich für TrueCrypt als zusätzliche Schicht entschieden.

Mit TrueCrypt kann ich einen virtuellen verschlüsselten Container erstellen und diesen als Laufwerk mounten. In diesen Container speichere ich nun mein Citavi-Projekt und habe damit mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

  • Der TrueCrypt-Container wird erst dann von Dropbox synchronisiert, wenn er geunmountet wurde. Da ich ihn erst unmounte nachdem ich Citavi geschlossen habe, kann es durch die Synchronisation nicht zu Datenverlust kommen.
  • Da ich den Container auf beiden Computern unter dem gleichen Laufwerksbuchstaben mounte, funktionieren sämtliche Verweise auf PDFs, Abbildungen etc. die im Ordner des Citavi-Projektes gespeichert sind.
  • Da Dropbox nur die tatsächlich veränderten Bytes synchronisiert ist auch ein großer Container (in meinem Fall 1GB) kein Problem.
  • Insgesamt ist die Arbeit auf drei
  • Durch die Verschlüsselung kann niemand meine höchst geheime Arbeit kopieren und unter seinem Namen veröffentlichen ;-)
Ein paar Nachteile gibt es natürlich auch. Man muss darauf achten, dass die Reihenfolge stimmt in der man die Programme startet und beendet. Je nach Einstellung kann es auch sein, dass TrueCrypt den Container automatisch unmounted wenn man den Computer sperrt, in den Standby versetzt oder herunterfährt. Wenn Citavi dann noch läuft und man etwas am Projekt ändert, dann gibt es eine Fehlermeldung, dass der Speichervorgang fehlgeschlagen ist. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, da man einfach nur den Container neu mounten und das Projekt noch einmal manuell speichern muss.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Lösung. Sie funktioniert bislang ausgezeichnet und ich kann mich voll auf die Literaturrecherche bzw. mittlerweile das Schreiben der Arbeit konzentrieren.