Eine Vorgabe für meinen neuen PC war, dass er leise sein musste. Leise im Sinne von unhörbar, wenn er nicht unter Volllast läuft. Deshalb habe ich mich auch für das Fractal Define Mini entschieden. Gedämmtes Gehäuse, entkoppelte Festplatten und Lüftersteuerung klangen nach einer guten Basis für einen leisen Rechner. Nach dem Zusammenbau des Systems musste ich leider feststellen, dass mein neuer PC gefühlt lauter ist als mein alter. Und das obwohl der alte PC deutlich mehr Abwärme produziert, einen kleineren CPU-Kühler hat und kein gedämmtes Gehäuse besitzt. Es lag also noch einige Arbeit vor mir. Insbesondere an den folgenden drei Punkten habe ich gearbeitet:
Das Schöne an SSDs ist ja, dass sie absolut lautlos sind. Leider habe ich viel zu viele Daten, um alle auf SSDs zu speichern – zumindest wenn die Kosten nicht völlig aus dem Ruder laufen sollen. Also habe ich meine alte Festplatte in den neuen PC übernommen. Die zwar viel Platz bietet, aber eben leider auch Lärm verursacht. In meinem alten PC hatte ich den Lärm mit einem Cooltek Anti-Vibrations HDD-Silencer sehr effektiv bekämpft. Aber da das Fractal Define Mini ja von sich aus die Festplatten entkoppelt, brauche ich die ja nicht… Pustekuchen. Die Entkopplung kann man total in die Tonne treten. Die Vibrationen werden sehr wohl noch an das Gehäuse übertragen. Da ich die Entkopplungsschienen in meinem alten PC gelassen habe, musste ich mir also eine neue Variante ausdenken. Ich hatte erst versucht diese lustigen Gesellen zu nutzen, um die 3,5″ Festplatte im 3,5″ Festplattenkäfig zu entkoppeln. Das Ergebnis sah dann so aus:

Mein Versuch eine 3,5″ Festplatte im Festplattenkäfig des Fractal Define Mini zu entkoppeln.
Sieht improvisiert aus… ist es auch! Man könnte es zwar so benutzen, aber es gibt doch zwei Gründe, die mich daran gehindert haben: 1. Die Konstruktion belegt alle drei Plätze im Festplattenkäfig, so dass ich den zweiten hätte einbauen müssen, um beide Festplatten unterzubringen. 2. Das Metall der Disk Silencer hat Kontakt zum Metall des Festplattenkäfigs. Damit kann es zu nervendem Geklapper kommen. Long Story short: Die Festplatte jetzt im 5,25″ Schacht und wird mit den Disk Silencern entkoppelt. Empfehlen kann ich die übrigens nicht. Zum einen ist die Montage eine Katastrophe und zum anderen ist der Entkopplungseffekt der Schienen, die ich im alten PC habe, sehr viel besser. Wenn der (De-)Montageaufwand nicht so groß wäre, würde ich auch wieder wechseln.
Die Grafikkarte hatte ich mir gekauft, weil sie angeblich besonders leise ist. Im Idle würde ich das auch sofort unterschreiben. Leider hat man das Gefühl, dass man eine Turbine im PC hat, wenn die Grafikkarte unter Last genutzt wird. Ich hatte am Anfang die beengten Platzverhältnisse des Define Minis im Verdacht und habe alle möglichen Lüfterkonfigurationen ausprobiert. Im Endeffekt hat sich jedoch herausgestellt, dass die voreingestellte Spannung völlig übertrieben ist. Dank des Tools TriXX von Sapphire konnte ich die Spannung von 1,21 auf 1,05V senken. Die Karte erhitzt sich nun bei weitem nicht mehr so stark und der Lüfter hält nun auch unter Last die Klappe. Die Karte verhält sich jetzt so, wie ich es erwartet habe. Was ich allerdings nicht verstehe ist, weshalb Sapphire die Spannung so hoch einstellt und die Karte ohne Modifikationen völlig unbrauchbar macht.
Die beiden Gehäuselüfter im Define Mini sind zwar nicht unbedingt laut, aber mit 12V doch deutlich hörbar. Ok… eigentlich kann man sie nur dann als leise bezeichnen, wenn man sie mit der, zum Glück mitgelieferten, Lüftersteuerung auf das Minimum runterregelt. Ich habe sie erstmal an den normalen Positionen (vorne einsaugend, hinten rausblasend) gelassen. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass die Befestigung der beiden Lüfter in der Front so ausgelegt ist, dass man sie nicht entkoppeln kann. Wenn ich da nochmal aktiv werde, dann muss ich da auch wieder improvisieren. Zusätzlich habe ich noch einen Scythe Slipstream PWM im Gehäuseboden verbaut. In Speedfan habe ich ihn so eingestellt, dass er hochdreht, wenn sich die Grafikkarte doch einmal stärker erwärmen sollte.
Mittlerweile bin ich eigentlich ganz zufrieden mit der Lautstärke. Das Gehäuse würde ich allerdings nicht noch einmal kaufen, da viele Maßnahmen zur Reduzierung der Lautstärke (schlechte Festplattenentkopplung, keine Möglichkeit Frontlüfter zu entkoppeln) nicht funktionieren und man selbst Hand anlegen muss.
Zur Verwaltung meiner Fotos benutze ich Lightroom 4. Mittlerweile benutzte ich auch einige Veröffentlichungsdienste, um Bilder beispielsweise komfortabel auf 500px hochzuladen und auch wieder zu löschen. Einfach ein Bild markieren und auf Entf drücken, schon wird es zum Löschen markiert und beim nächsten Synchronisieren vom Server entfernt. Heute habe ich leider das falsche Bild erwischt und es hat mich einige Zeit gekostet das Bild wieder aus der Kategorie “zu entfernende gelöschte Fotos” zu retten.
Erster Versuch: Bild per Drag and Drop wieder in den Bereich “Veröffentlichte Fotos” ziehen -> Erfolglos
Zweiter Versuch: Irgendwo im Kontextmenü eine Option finden, um den Vorgang rückgängig zu machen -> Erfolglos
Dritter Versuch: Solange Strg-Z drücken, bis das Bild wieder da ist wo es hingehört -> 50% Erfolg… Funktioniert prinzipiell, aber nur wenn man es direkt merkt und nicht erst einige Zeit später. Zudem habe ich mir damit das 500px Plugin zerschossen und musste es neu installieren.
Vierter Versuch: Mit einigem googlen habe ich herausgefunden, dass man das Foto per Drag and Drop auf die Bibliothek in der linken Lightroom-leiste ziehen muss. -> 100% Erfolg

Auch wenn es eigentlich identisch ist: Man muss das Bild in die linke Leiste ziehen, um die Markierung zum Löschen wieder zu entfernen. Die – meiner Meinung nach – logische Variante funktioniert nicht.
Liegt es an mir oder ist das wirklich völlig unintuitiv gelöst?
Nach der Abgabe meiner Masterarbeit hatte ich Zeit, um mich um die wirklich relevanten Dinge im Leben zu kümmern. Meinen letzten PC habe ich mir nach meinem Zivildienst vor 5 Jahren gekauft. Zwar hatte ich bislang noch keine Probleme mit Computerspielen, da ich a.) sowieso nur noch wenig am PC spiele b.) eher alte Strategieklassiker als neue Shooter spiele und c.) seit letztem Jahr eine XBOX 360 besitze. Dennoch war ich in letzter Zeit nicht mehr wirklich mit meinem PC zufrieden. Vor allem die Arbeit mit mehr als einer virtuellen Maschine und das Bearbeiten von Bildern in Lightroom hat keinen Spaß mehr gemacht. Zudem reizt es mich schon mal wieder aktuelle Spiele wie Anno 2070 zu spielen. Die Anforderungen an meinen neuen PC sind also:
Also habe ich das Internet durchforstet, Foren gewälzt und alles gründlich durchdacht. Im Endeffekt bin ich zu folgender Zusammenstellung gekommen:
Vor zwei Tagen habe ich ownCloud installiert. Unter anderem um jederzeit Zugriff auf meine Fotosammlung zu haben. Testweise habe ich die jetzt mal komplett mit dem Server synchronisiert. Hier meine Erfahrungen:
Während ich die ersten beiden Punkte noch unter fehlendem Komfort verbuche und mich damit arrangieren könnte, ist der dritte Punkt ein absolutes K.O.-Kriterium. Wie ein Blick in das ownCloud-Forum zeigt, ist das Problem auch kein Einzelfall. Die vorgeschlagene Lösung jede Nacht automatisiert alle Dateien mit “conflict” im Namen zu löschen kommt für mich auch nicht in Frage. Sollte doch mal ein echter Konflikt auftreten, dann würde ich ungerne meine Daten durch den Workaround verlieren.
Im Endeffekt ist es schade, dass ownCloud auf dem elementaren Feld der Synchronisierung dermaßen patzt. Ich werde es aber weiter beobachten und neue Versionen testen. Jetzt muss ich aber erstmal alle Konflikte aus meinem lokalen Ordner löschen.
Ich benutze ja recht gerne Dropbox um meine wichtigen Daten (beispielsweise meine Masterarbeit) jederzeit griffbereit zu haben. Zudem ist es als zusätzliches Backup auch nicht schlecht, falls mal das Haus abbrennt oder alle eigenen Festplatten zeitgleich den Geist aufgeben. Viele haben jedoch Bedenken ihre Daten auf den Servern eines fremden Unternehmens zu speichern. Insbesondere, da die Server nicht in der EU, sondern in Amerika stehen. Ich umgehe diese Bedenken indem ich meine wirklich wichtigen Daten in einem TrueCrypt-Container speichere und diesen in der Box ablege. Allerdings ist dies nicht die komfortabelste Lösung. Eine weitere Schwäche ist, dass nur begrenzter Speicherplatz zur Verfügung steht und die Erweiterung doch relativ teuer ist. Zum Vergleich: Ich würde gerne alle meine Bilder (inkl. RAW-Dateien) irgendwo zentral speichern.
Vor einiger Zeit bin ich auf Owncloud gestoßen. Die Features klingen schon einmal sehr vielversprechend. Die für mich wichtigsten sind:
Der kleine Freund erfreut sich sichtlich am Vogelfutter im Garten. Das Bild habe ich mit einem 300mm Objektiv ohne Autofokus an einer Olympus E-520 gemacht. Da ich zu faul war mein Stativ zu holen habe ich es frei Hand geschossen und auf den Bildstabilisator vertraut. Die Blende war auf 8 eingestellt. Da die Stelle ein wenig im Schatten liegt musste ich deshalb ISO auf 800 hochdrehen.
Letzte Kommentare